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Frauenwohnprojekt


Entwurf:

Meissner-Noll

Lessingplatz 7

38100 Braunschweig


Finanzplanung:

FrauenFinanz GmbH

Dipl.-Ing Gudrun Huhold

Steintorwall 8

38100 Braunschweig

info@frauenfinanz.net



Anlass und Ziel der Planung:

Im August 2001 wurde der Verein FrauenWohnen Braunschweig gegründet. Es wurden Konzepte für das Zusammenleben erarbeitet, Öffentlichkeitsarbeit geleistet und Kontakte zuWohnungsbaugesellschaften aufgenommen.

Der hier vorgestellte Entwurf konnte nicht realisiert werden.


Aus dem Erläuterungsbericht:


Das Grundstück Magnitorwall 11 liegt im Bereich der Grünzone des Wallringes am Rande des Magniviertels, dem historischen Viertel der Stadt Braunschweig. Der besondere Charakter resultiert aus der historischen Situation einer niedrigen Hofbebauung und einem von der Straßenflucht zurückgesetzten Hauptgebäude, ein unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkgebäude, das um 1880 als Verwaltungsbau für das herzogliche Oberstallmeisteramt errichtet wurde.


Diese Umstände machen es sinnvoll, behutsam mit dem Bestand umzugehen und eine städtebauliches Konzept zu suchen, das mit der zum Magnitorwall offenen Raumdisposition nicht im Widerspruch steht.


Stadträumlich sind die Erhaltung der Blickbeziehung zur Magnikirche vom Magnitorwall aus und das Herstellen einer Fußwegeverbindung zur Herrendorftwete wichtige Rahmenbedingungen um die Attraktivität des Gebietes zu erhöhen.


Die Nutzung des Grundstücks berücksichtigt den in einigen Grundstücksbereichen entstehenden halböffentlichen Charakter. Eine Führung der Fußwegbeziehung nördlich des Hauptgebäudes teilt das Grundstück in zwei Bereiche: im südlichen Teil entsteht eine durch das Hauptgebäude und sein winkelartig angebautes Nebengebäude eine geschützt private Situation während sich der Hof zum Magnitorwall und zur Wegebeziehung öffnet.


Insgesamt soll der besondere Charakter des baulichen Erscheinungsbildes erhalten bleiben. Das Fachwerkgebäude soll zum Wohngebäude mit verschiedenen Wohnungsgrößen unter Erhalt der vorhandenen Struktur und Gestalt umgebaut und mit Balkonen und Aufzug ergänzt werden. Die Nutzungsneutralität der Räume in Verbindung mit der Idee des gemeinschaftlichen Generationenwohnens und entsprechendem Raumangebot im Erdgeschoss entspricht besonders den Ansprüchen an frauengerechte Wohnungen im modernen Sinne und stellt als qualitative Weiterentwicklung des Wohnungsbaues ein besonderes Merkmal dieser Umgestaltung dar.


Die weiteren baulichen Anlagen werden in ihrer Struktur aufgegriffen und z.T. als Gewerbe- Büroflächen und z. T. als Wohnhaus genutzt werden. Der südliche Freibereich dient dem Wohnen während sich der Hof zur Straße weiterhin öffnet. Die vorhandene räumliche Situation mit der differenzierten Teilung in private und halböffentliche Bereiche auf dem Grundstück bleibt erhalten.


Es soll in eine reihenhausähnliche Bebauung, die sich nach Süden und Westen mit einem kleinen Terrassenhof öffnet, entstehen. Kleine flexible Einheiten, die im südlichen Bereich in Anschluss an das Fachwerkgebäude (ehemalige Theater-räume) mit Orientierung zum Gartenhof als Wohngebäude genutzt werden und im nördlichen Bereich, abgegrenzt durch einen Durchgang zur Herrendorftwete, können unterschiedlich große Büro - / Gewerbeeinheiten mit Orientierung zu dem zum Magnitorwall geöffneten Hof entstehen. Es besteht ein gewisser Bedarf an den angebotenen kleinen Nutzungseinheiten, allerdings erlaubt das Konzept auch das Zusammenlegen mehrerer Parzellen.


Der Hof wird als eine differenzierte Freifläche gestaltet, in der z. T. Stellplätze vor-gesehen werden.


Es werden im Hauptgebäude 13 Wohnungen mit insgesamt 840 m² entstehen und im Hofgebäude sind auf 812 m² bis zu 9 Einheiten geplant.