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Fachtagung "Zeitgemäße Wohnformen - Projekte von und für Frauen" am 14.03.2002


Das Planerinnentreffen Braunschweig veranstaltete am 14.März 2002 eine Fachtagung mit dem Thema „Zeitgemäße Wohnformen- Projekte von und für Frauen“ an der TU Braunschweig. Unterstützt wurde diese Veranstaltung von der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Stiftung Leben+Umwelt, der TU Braunschweig und weiteren Institutionen. Unter den ca. 60 TeilnehmerInnen waren VertreterInnen aus Verwaltung, Politik und Wohnungswirtschaft, Fachleute aus Architektur, Sozialwissenschaft und Stadtplanung, Vertreterinnen von Vereinen und Verbänden sowie potentielle Nutzerinnen.


Anhand von geplanten und realisierten Projekten wurden unterschiedliche Wohnmodelle vorgestellt, die verschiedene Schwerpunkte und frauenspezifische Ansätze aufgriffen.


Dr. Josef Bura von der STATTBAU Hamburg berichtete über seine langjährigen Erfahrungen bei der Begleitung zahlreicher nachbarschaftlicher ausgerichteter Wohngruppenprojekte aus Hamburg. Sabine Rebe brachte einen Beitrag über die Ergebnisse aus ihrer aktuellen Dokumentation “Aktuelle Frauenwohnprojekte in Deutschland“ (2002), die vom Innenministerium Niedersachsen in Auftrag gegeben wurde. Stefanie Brinkmann-Gerdes (GSG Oldenburg) berichtete über eine gerade bezogene Wohnanlage mit 25-30 Wohneinheiten für Alleinerziehende, Familien und Alleinlebende in Oldenburg. Elinor Schües (Büro planerkollektiv) stellte ihre Erfahrungen als Architektin in der Betreuung alternativer Wohnprojekte in Hamburg vor. Aus ihrer Praxis wurde deutlich, daß die Projekte häufig von Frauen initiiert oder mitinitiiert wurden. Frauen sind diejenigen, die sich von einer nachbarschaftlichen Wohnform, einer sicheren wie selbstbestimmten Wohnumgebung besonders viel versprechen. Als Vorsitzender des Vereins „Gemeinsam statt einsam e.V.“ berichtete Dieter Mattern von einer Wohngruppe Älterer auf dem Kronsberg in Hannover. Die Bedeutung der Gruppe, des Hauses und der gemeinsamen Ziele stehen anfangs bei diesem Wohnprojekt im Vordergrund. Als letztes Fallbeispiel berichtete Ruth Balden vom Verein Frauenwohnen e.G. München(gegründet 1995), einem genossenschaftlichen Modell. Die inzwischen 176 Mitfrauen stehen kurz vor der Realisierung ihres ersten Bauvorhabens in München, nur 4 Jahre nach deren Gründung.



Die Dokumentation der Fachtagung „Zeitgemässe Wohnformen – innovative Projekte von und für Frauen“ kann hier (ca. 7 MB) heruntergeladen werden.