Exkursion dOKUMENTA 14
Fast schon Pflichtprogramm der Planerinnen: wenn documenta ist- dann geht es nach Kassel.
Es ist jedes Mal ein sehr ambitioniertes Unterfangen, die Höhepunkte dieser weltweit bedeutenden Dokumentation zeitgenössischer Kunst an einem Tag zu erkunden, zumal die Präsentationsorte und Kunstwerke über die ganze Stadt verteilt sind.
Wir nahmen die Herausforderung am 19.Juli 2017 an, dem wohl heißesten Tag des Jahres.
Startpunkt unseres Rundgangs durch die, 2017 von Adam Szymczyk kuratierten Ausstellung mit dem Leitmotto „Lernen von Athen“ war der Friedrichsplatz. Hier empfing uns mit dem „Parthenon der Bücher“ der argentinischen Künstlerin Marta Minujin gleich die Hauptattraktion dieser documenta. Der Tempelbau zu Kassel war unübersehbar. In seinen Abmessungen (70m lang, 30m breit und 20m hoch), dem antiken Parthenon-Tempel in Athen nachempfunden und symbolhaft bestückt mit zahllosen Büchern, die irgendwo auf der Welt verboten waren oder sind.
Exkursion dOKUMENTA 13
Planerinnen besuchten die dOCUMENTA (13)
Am Freitag, dem 20. Juli 2012 startete eine kleine Gruppe der Planerinnen per Bahn zur d(13). Dieses größte Weltkunst-Ereignis des Jahres sorgte schon in der Vorberichterstattung für Spekulationen und Verunsicherungen, denn die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev (kurz: CCB) wollte nichts weniger, als den menschlichen (und auch männlichen) Allmachtsphantasien bildnerische Artefakte, beispielsweise aus der Natur, gleichwertig entgegensetzen ebenso wie Produkte kognitiver Kreativität jenseits eines engen Kunstbegriffes. Ihre vage Zielsetzung beschrieb CCB als Deanthropoisierung. Hinzu kam ihr feministischer Ansatz als no-concept-concept, da Frauen eher Momente des Zögerns und Zweifelns schaffen würden, als an klaren Thesen und Entwürfen interessiert zu sein. Und ökologisch sollte das Ganze auch noch geraten: der Grüne Punkt förderte den Bau (und die anschließende Umsetzung) von 24 kleinen Holzhäusern in der Karlsaue, die einzelne Künstler oder Gruppen präsentieren. Ein, auch räumlich, schier ausuferndes Unterfangen erwartete also die Planerinnen.