Frankfurt
„Frau Architekt“, Jil Sander und Jean-Michel Basquiat
Es bräuchte so etwas wie die „Guerilla Girls“ der Architektur, um auf einen Missstand hinzuweisen: die extrem niedrige Quote von Frauen im Architekturberuf, der es gelingt, ernsthaft wahrgenommen zu werden. Während die US-Aktivistinnen seit über 30 Jahren mit ihren Statistiken und Plakaten polemisieren, dass Frauen offensichtlich nackt sein müssen, um ins (Metropolitan) Museum zu kommen (Originalton: „Less than 5% of the artists in the Modern Art Sections are women, while 85% of the nudes are female“), gilt Architektinnen hierzulande sporadisches Forschungsinteresse oder eine Ausstellung zu ihrer über 100-jährigen Präsenz im Beruf. „Frau Architekt“: unter diesen Titel porträtierte das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt 22 deutsche Architektinnen – für die Planerinnen Braunschweig willkommener Anlass für eine Tagesexkursion an den Main.