Häuser für Brad Pitt
Rund 75 Architekturfakultäten und Studiengänge gibt es derzeit in Deutschland, der Zugang zum universitären Studium wird schon lange nicht mehr über den numerus clausus reglementiert. Ein Konkurrenzdenken unter den Architekturschulen hat sich folglich breit gemacht, jede buhlt um die pfiffigsten Studierenden. Jahres-ausstellungen, Periodika oder flottgemachte Websites eines Fachbereichs scheinen nun offensichtlich nicht mehr auszureichen, um schwankende Studien-willige von der Attraktivität einer Ausbildungsstätte zu überzeugen.
Eine Leistungsschau besonderer Art hat sich daher der Studiengang Architektur der TU Braunschweig vorgenommen. Weniger die Studieninhalte oder die Lehrenden stehen im Blickpunkt als viel mehr das, was ein Absolvent nach Verlassen der Institution mit dem Erlernten erreichen kann. Ein Kaleidoskop beruflicher Stationen und schillernder Biografien von über 250 Ehemaligen wird eingefangen, in einer raumgreifenden und interaktiven Medieninstallation als weltumspannendes Netzwerk interpretiert. Neben Trendsettern der Architekturszene und ihren prominenten Bauten, allen voran die Protagonisten von Graft mit drei Häusern für Brad Pitt, bleiben aber auch regionale Granden und Grenzgänger in andere Disziplinen nicht unerwähnt. Das Spektrum hierbei reicht von Fotografen über Bühnenbildner und die schreibende Zunft bis hin zu einem Bestsellerautor. Die virtuelle Präsenz in der Netzwerkdatenbank wird ergänzt durch ein ‘Informationsdickicht’ aus schmalen bedruckten Bannern, die in konventioneller Ausstellungsmanier Themen, Projekte und Bauten Braunschweiger Absolventen dokumentieren. Auch hier beteiligen sich über 200 Personen und Büros.
Vortrag Equalityplan
Vortrag an der TU Braunschweig - Alles gender?
Gender bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Frauen und Männern. Diese sind - anders als das biologische Geschlecht - erlernt und damit auch veränderbar.
Mainstreaming meint, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zu einem wichtigen Bestandteil bei allen Vorhaben gemacht wird.
Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. Durch die Ausrichtung an den Lebensrealitäten beider Geschlechter wird die Wirksamkeit der Maßnahmen und Vorhaben erhöht, da sie pass- und zielgenauer werden.'